¡Hola!


ch heiße Eva-Maria Kachold, bin 19 Jahre alt, Lehramtstudentin in Berlin und leistete nach meinem Abitur 2008 einen einjährigen Freiwilligendienst in Ecuador.
Nun bin ich wieder in Deutschland, doch die beeindruckenden Erlebnisse und unvergesslichen Erfahrungen aus einem Jahr in den ecuadorianischen Anden sind geblieben.
Ich hatte im kleinen Bergdorf Llallanag die Möglichkeit, den Kindern in der Grundschule Englisch- und Computerunterricht sowie Nachmittagsbeschäftigung zu bieten, und sie haben es mir mit strahlenden Augen gedankt. Im Gegenzug lernte ich das raue bäuerliche Leben meiner Gastfamilie und gleichzeitig ihre herzliche Gastfreundschaft kennen, was eine unschätzbar wertvolle Erfahrung war.
Ich hatte mich in Ecuador so gut eingelebt, dass ich am 16. August 2009 nur mit schwerem Herzen nach Deutschland zurückgekehrt bin. Doch für mich steht fest, dass ich nicht das letzte Mal in Ecuador war und die Projektarbeit als auch der Kontakt mit meiner Direktorin und meiner Gastfamilie bestehen weiterhin.
In Absprache mit der nachfolgenden Freiwilligen Celeste und der Direktorin Susana in Llallanag werde ich auch weiterhin Ihre Spenden verwalten und sinnvoll in die Bildung der Grundschüler investieren.
Also dran bleiben!
Eva Maria Kachold - Updated on 29/09/2009
Besonderer DankAn dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die mich beim Verwirklichen meines Vorhabens unterstützt haben - sowohl finanziell als auch mental!!
Dazu gehören meine Familie, meine Freunde, das Kirchspiel Heberndorf, das Kirchspiel Gahma, die Stadt Wurzbach, das Telehaus Korn, Familie Herholz, Herr Dr. Gerhard Botz und Herr Dr. Werner Kuhnla.
Außerdem gilt dem Gymnasium Bad Lobenstein und allen Beteiligten des Benefizkonzerts am 9. Juli 2008 ein riesiges Dankeschön!!
Mit kreativen Ideen, viel Engagement und gemeinsamen Aktionen von Schülern und Lehrern habt ihr die stolze Summe von 2669,- Euro gesammelt und für die Grundschule in Llallanag gespendet.
Eva Maria Kachold 16/08/08
Zur Schule in Llallanag…Llallanag – wo ist das überhaupt?

Hinter den Bergen… nein, eigentlich auf etwa 3000m Höhe direkt am Berghang einer der majestätischen Riesen der Anden im Nordwesten Südamerikas. Genauer gesagt im “Herzen Ecuadors”: eine Stunde Fußmarsch vom kleinen Städtchen Tixán, 1 ½ Stunde Busfahrt südlich von der Provinzhauptstadt Riobamba, die sich zu Füßen des 6310m hohen, meist wolkenverhangenen Vulkans Chimborazo erstreckt.
Llallanag hat etwa 150 Einwohner, die meisten sind Bauern und wohnen in bescheidenen und teilweise ärmlichen Verhältnissen. Sie leben von ihrer täglichen harten Arbeit auf den kleinen Feldern, die sich schachbrettartig über die steilen Berghänge erstrecken und zum Teil nicht mehr viel Ertrag bringen. Fast alle Kinder müssen ihren Eltern bei der Feldarbeit, mit den Tieren und im Haushalt helfen. Die Bedingungen genügen, um 8 Kinder gerade mit Nahrung und Kleidung zu versorgen – aber oftmals fehlt das Geld, um Schulmaterialien zu kaufen, um eine fortführende Schule für die Kinder oder selbst einen Arzt bei Krankheit zu bezahlen.
Ich wohnte in Llallanag ein Jahr lang in einer Gastfamilie und bekam so die Möglichkeit, das Leben der Bauern, die ecuadorianische Kultur und die spanische Sprache aus nächster Nähe kennen zu lernen.
Mein Projektplatz: Die Grundschule “Escuela Ciceron Marchan”

Derzeit besuchen 34 Schüler die kleine Grundschule in Llallanag, die gleichzeitig Versammlungsort und “Dorfzentrum” ist. Sie besteht schon etwa 50 Jahre, doch trotzdem können auch viele Eltern nicht lesen und schreiben.
In der Grundschule gibt es 6 Klassenstufen (2 bis 7, die erste Klasse ist eine Art Kindergarten) und drei Lehrerinnen. Es werden immer zwei Klassen gleichzeitig unterrichtet. Bei den wenigen Schülern besteht zum Beispiel die 7. Klasse aus nur zwei Schülerinnen!
Ich gab den Kindern als Freiwillige Englisch-Unterricht und brachte ihnen erste Kenntnisse am Computer bei (es gibt einen PC in der Schule), was für den Besuch der fortführenden Schule (“Colegio”) dringend notwendig ist. Fast alle Kinder müssen beispielsweise erstmal lernen, wie man mit der Computer-Maus umgeht!

Das Schulprojekt Riobamba von der Organisation Youth Action for Peace – Christlicher Friedensdienst e.V. umfasst derzeit vier Grundschulen, die sich allesamt in Dörfern in der Nähe von Riobamba befinden: Llallanag, Sanganao, Santa Rosa und Columbe.
YAP-CFD schickt regelmässig Freiwillige nach Ecuador, die an diesen Grundschulen Englisch- und Computer-Unterricht geben und sich am Leben in der Comunidad (Dorfgemeinschaft) beteiligen.
Weitere Informationen zur Organisation:
www.yap-cfd.de
Länderinfo Ecuador, z.B.:
www.inwent.org/v-ez/lis/ecuador/index.htm
Eva Maria Kachold 29/09/2009